Victoria Ilgenfritz

„Soziale Arbeit ist eine Menschenrechtsprofession.“
Ich bin Victoria – Sozialpädagogin, zertifizierte systemische Beraterin (DGSF), seit Januar 2026 Boxcoach und seit 2014 in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe aktiv. Mein Schwerpunkt und meine persönliche Leidenschaft liegen in der Begleitung von Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografien.
Mein Anspruch: Den Menschen im Blick
Rechtswissenschaften wie das Migrations-, Asyl- oder Staatsangehörigkeitsgesetz sind extrem komplex. Ich erinnere mich selbst gut daran, wie schwer mir der Einstieg im Studium fiel. Erst die Praxis und stetige Weiterbildung haben mir diesen Bereich geöffnet.
In meiner täglichen Arbeit sehe ich jedoch, wie fatal es ist, wenn Menschen aufgrund mangelhafter Beratung nicht zu ihrem Recht kommen. Das schafft existenzielle Probleme, statt sie zu lösen. Als Sozialpädagogin sehe ich mich in der Pflicht, Menschen mit ihren realen Bedarfen zu sehen, anzuerkennes und sie durch empathische, verständliche Sprache zu unterstützen.
Wissen paart sich mit Mitgefühl
Bei der Begleitung von Studierenden und Auszubildenden wurde mir immer wieder gespiegelt: Es fehlt an praxisnaher Lehre zum Migrationsrecht. Doch reines Fachwissen reicht nicht aus. Fachkräfte müssen auch die Gefühlsebene verstehen: Die lähmende Unsicherheit einer Duldung oder den Schmerz eines Jugendlichen, dessen Eltern nicht nachreisen dürfen.
Weil diese Themen in mir immer lauter wurden, habe ich Pflicht-Gefühl gegründet.
Mit meinen Seminaren und Workshops schaffe ich die Brücke zwischen Theorie, Recht und echter Empathie. Dabei fließen sowohl mein systemischer Blick als auch meine Erfahrungen aus dem Boxcoaching ein – um Kopf, Herz und die eigene Handlungsfähigkeit (wieder) miteinander zu verbinden. Mein Angebot richtet sich sowohl an angehende Fachkräfte an Hochschulen als auch an Teams in der Praxis (wie Jugendhilfeträger und Jugendämter).
Ein Blick in die Zukunft: Feme Grief Boxing
Weil Weiterentwicklung für mich nie aufhört, arbeite ich aktuell an einem neuen Herzensprojekt, das meine Arbeit als Boxcoach und Beraterin verbindet: Feme Grief Boxing.
Dieses Projekt ist tief in meinen eigenen Erfahrungen mit schwerem Verlust und Trauer verwurzelt. Ich habe selbst erlebt, wie radikal Trauer das Leben erschüttert – und dass Worte allein manchmal nicht ausreichen, um diesen Schmerz zu verarbeiten.
Trauer, Wut und Ohnmacht brauchen ein Ventil. Mit Feme Grief Boxing möchte ich perspektivisch einen geschützten, körperorientierten Raum schaffen.